In der Krokodilstation Golzow leben verschiedene Arten von Krokodilen, Kaimanen und Wasserschildkröten. Einige der Tiere stammen aus behördlichen Beschlagnahmungen und wurden aufgrund nicht artgerechter Haltung übernommen. Darüber hinaus werden regelmäßig Wasserschildkröten abgegeben, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr von ihren bisherigen Haltern gehalten werden können.
Die Tiere finden in der Krokodilstation ein dauerhaftes Zuhause und werden entsprechend ihren Bedürfnissen gepflegt und versorgt.
Unsere Tiere
Derzeit leben in der Krokodilstation folgende Arten:
Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis)
1,0 – 1 Männchen
Brauen-Glattstirnkaiman (Paleosuchus palpebrosus)
0,2 – 2 Weibchen
Südlicher Brillenkaiman (Caiman yacare)
1,0 – 1 Männchen
Breitschnauzenkaiman (Caiman latirostris)
1,0 – 1 Männchen

Gewöhnlicher Brillenkaiman (Caiman crocodilus crocodilus)
3,3,1 – 3 Männchen, 3 Weibchen und 1 Jungtier
Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)
1,1,4 – 1 Männchen, 1 Weibchen und 4 Jungtiere
Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans)
2,1 – 2 Männchen und 1 Weibchen
Gelbwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta scripta)
2,2 – 2 Männchen und 2 Weibchen
Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta)
0,1 – 1 Weibchen
Florida-Rotbauch-Schmuckschildkröte (Chrysemys rubriventris nelsoni)
1,1,10 – 1 Männchen, 1 Weibchen und 10 Jungtiere
Hinweis zur Zählweise: Die erste Zahl steht für die Anzahl der Männchen, die zweite für die Anzahl der Weibchen und die dritte für Jungtiere.
Faszinierende Fähigkeiten
Krokodile gehören zu den ältesten noch lebenden Tiergruppen der Erde. Sie sind hervorragend an ihre Lebensweise angepasst und verfügen unter anderem über ein bemerkenswert leistungsfähiges Immunsystem.
Das wird besonders deutlich, wenn man beobachtet, wie gut Krokodile mit Verletzungen umgehen können. Bei Rangordnungs- und Revierkämpfen kann es unter Artgenossen durchaus zu schweren Verletzungen kommen. Abgebissene Schwanzspitzen oder sogar Verletzungen an den Gliedmaßen sind keine Seltenheit.
Trotz solcher Verletzungen können sich die Tiere häufig erstaunlich gut erholen. Wunden heilen oftmals innerhalb weniger Wochen und hinterlassen teilweise nur geringe sichtbare Spuren.

Diese außergewöhnlichen Fähigkeiten des Immunsystems sind auch für die Wissenschaft von großem Interesse. Forschende untersuchen unter anderem, welche besonderen Mechanismen dafür verantwortlich sind und ob sich daraus Erkenntnisse für die Medizin gewinnen lassen.
Beobachtungen aus der Haltung
Wer Krokodile hält, weiß, dass Verletzungen bei diesen Tieren immer ernst genommen werden müssen. Je schwerer eine Verletzung ist, desto wichtiger ist es, das Tier genau zu beobachten und gegebenenfalls tiermedizinisch behandeln zu lassen.
Beißereien und Rangordnungskämpfe treten insbesondere dann auf, wenn Tiere neu zusammengestellt werden oder sich ihre Lebensbedingungen beziehungsweise ihr Revier verändern. Solche Auseinandersetzungen können mitunter sehr heftig ausfallen.
Dabei können sowohl zwischen Männchen als auch zwischen Weibchen Konflikte auftreten. Die Tiere müssen daher genau beobachtet werden, damit mögliche Probleme frühzeitig erkannt und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen getroffen werden können.
Die Haltung und Pflege von Krokodilen erfordert viel Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Verständnis für das natürliche Verhalten der Tiere.
